Schulverweigerung - sich beraten lassen

Kinder und Jugendliche sind schulpflichtig, wenn sie in Baden-Württemberg ihren Wohnsitz, gewöhnlichen Aufenthalt oder ihre Ausbildungs- oder Arbeitsstätte haben.

Bei Kindern und Jugendlichen, die noch nicht 18 Jahre alt sind, müssen die Erziehungsberechtigten dafür sorgen, dass sie am Unterricht und den übrigen verbindlichen Veranstaltungen teilnehmen.

Die Ursachen sind häufig komplexe Problemkonstellationen wie beispielsweise:

  • Versagensangst
  • Mobbing
  • Trennung von wichtigen Bezugspersonen
  • mangelnde Aufsicht
  • fehlende Unterstützung

Formen und Merkmale:

  • Schulverdrossenheit, darunter fallen beispielsweise
    • zu spätes Erscheinen zum Unterricht,
    • keine Arbeitsmaterialien dabei haben,
    • Arbeitsmaterialien nicht auspacken oder
    • keine Hausaufgaben machen.
  • Schulverweigerung, zeigt sich beispielsweise in:
    • häufigem Widerstand gegenüber den Erwartungen der Lehrkräfte,
    • Verstöße gegen schulische Regeln oder
    • häufige und starke Provokation der Lehrkräfte
  • Schulabbruch, der sich von unregelmäßigem Schulbesuch über das Fehlen einzelner Stunden und Tage bis hin zu einer längeren Abwesenheit und der totalen Abkopplung erstrecken kann.

Achtung: Eine besondere Form ist die passive Schulverweigerung. Kinder und Jugendliche sind zwar zeitweise im Unterricht anwesend, sie verfolgen das Unterrichtsgeschehen aber nicht oder nur rudimentär. Diese Form der Schulverweigerung ist schwer zu erkennen, da sie sich beispielsweise auch durch häufiges entschuldigtes Fehlen ausdrücken kann.

Ziel der Beratung ist es, die Ursachen zu finden und die Situation richtig einzuschätzen, um Hilfe und Unterstützung organisieren und geben zu können.

Onlineantrag und Formulare

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Zuständige Stelle

Die Schulleitung

Das Schulamt

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Welchen Ort soll ich angeben?
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Leistungsdetails

Voraussetzungen

Sie befürchten eine zunehmende Schulverdrossenheit Ihres Kindes, Ihres Schülers oder Ihrer Schülerin oder Ihres Freundes bzw. Ihrer Freundin.

Verfahrensablauf

Wenn Sie als Erziehungsberechtige Hinweise für eine drohende Schulverweigerung bei Ihrem Kind bemerken, sollten Sie sich an die Klassenlehrkraft, die Beratungslehrkraft der Schule, die Schulsozialarbeiterin bzw. den -arbeiter wenden. Um den regelmäßigen Schulbesuch zu unterstützen, sollten Sie vor allem vertrauensvoll mit der Schule zusammenarbeiten.

Außerhalb der Schule und in anderen Fällen stehen Ihnen die Schulpsychologische Beratungsstelle des Schulamtes und die Erziehungs- oder Familienberatungsstelle Ihrer Stadt oder Ihres Landkreises zur Verfügung.

Sonstiges

Die Verletzung der Schulpflicht kann mit einer Geldbuße bestraft werden.

Die Schulpflicht kann auch erzwungen oder mit Zwangsgeld durchgesetzt werden. Daneben können Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen greifen.

Freigabevermerk

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen Stellen. Das Kultusministerium hat dessen ausführliche Fassung am 10.07.2018 freigegeben.