Erbschein einziehen

Stellt sich nach Erteilung des Erbscheins heraus, dass die Voraussetzungen dafür

  • von Anfang an nicht gegeben waren oder
  • später weggefallen sind,

muss die zuständige Stelle den Erbschein einziehen.

Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn die Angaben über die Höhe der Erbteile fehlerhaft waren.

Regionalisierung

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Geben Sie in der Ortswahl den letzten Wohnort des Erblassers an.

Zuständige Stelle

das für den letzten Wohnsitz des Erblassers örtlich zuständige Notariat als Nachlassgericht

Hinweis: Im übrigen Bundesgebiet ist das Amtsgericht als Nachlassgericht zuständig.

Leistungsdetails

Verfahrensablauf

Bestehen Zweifel an der Richtigkeit des Erbscheins, kann das Notariat von sich aus Ermittlungen anstellen. Sie können die Einziehung eines Erbscheins auch formlos anregen, wenn Sie meinen, ein Erbschein könnte falsch sein.

Stellt sich der Erbschein als falsch heraus, zieht das Notariat ihn ein. Kann es den Erbschein nicht sofort einziehen, erklärt es ihn für kraftlos. Dies gibt das Notariat öffentlich bekannt. Nach Ablauf eines Monats ist die Kraftloserklärung wirksam.

Öffentlich bekannt gemacht wird die Kraftloserklärung durch Aushang an der Gerichtstafel oder Einstellung in ein elektronisches Informationssystem des Gerichts. Zusätzlich kann das Gericht anordnen, dass der Beschluss einmal oder mehrmals im elektronischen Bundesanzeiger oder anderen Blättern veröffentlicht wird.

Kosten

In Verfahren über die Einziehung oder Kraftloserklärung eines Erbscheins entscheidet das Gericht über die Kosten des Verfahrens. Es fällt eine 1,0-Gebühr an. Diese richtet sich nach dem Gegenstandswert des Nachlasses.

 

Freigabevermerk

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen Stellen. Das Justizministerium hat dessen ausführliche Fassung am 06.05.2015 freigegeben.