Vermisstensuche und psychische Ausnahmesituationen

Im Katastrophenfall kann es zur Trennung von Familien kommen. Lageabhängig eingerichtete Personenauskunftsstellen helfen Ihnen, vermisste Angehörige zu suchen und die Familie wieder zusammenzuführen. In Baden-Württemberg wird diese Aufgabe in der Regel durch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Kreisauskunftsbüros wahrgenommen. Auch die Polizei richtet im Katastrophenfall solche Auskunftsstellen ein. Bei Personenauskunftsstellen handelt es sich um leistungsfähige "Callcenter". Bei ihnen werden Suchanfragen zu vermissten Angehörigen verarbeitet. Zudem dokumentieren sie zur schnellen Familienzusammenführung den Verbleib von Angehörigen. Die Telefonnummern werden bei Bedarf über die Medien veröffentlicht.

Ein schweres Unglück stellt für Überlebende, Angehörige, Hinterbliebene, Zeugen oder Vermissende eine große psychische Belastung dar. Auch ehrenamtliche und hauptberufliche Helferinnen und Helfer werden oft nicht nur physisch, sondern auch psychisch durch Einsatzsituationen besonders belastet.

Mit den Kräften der in der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) in Baden-Württemberg flächendeckend tätigen Hilfsorganisationen und Kirchen kann Betroffenen im Notfall wirkungsvolle Unterstützung angeboten werden.

Keine zugeordnete Elektronische Antragsstellung vorhanden.

Freigabevermerk

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen Stellen. Das Innenministerium hat ihn am 13.03.2018 freigegeben.