Ernährung

Das Landeszentrum für Ernährung ist der landesweite Ansprechpartner für eine nachhaltige, genussvolle und gesundheitsfördernde Ernährung in Baden-Württemberg. Arbeitsschwerpunkte bilden die Bereiche "Ernährungsinformation und -bildung" sowie "Gemeinschaftsverpflegung". In Zusammenarbeit mit den unteren Landwirtschaftsbehörden und den vier Ernährungszentren werden Aktivitäten der Offensive „Mach´s Mahl – Gutes Essen für Baden-Württemberg“ umgesetzt.

Ernährungsinformation und -bildung

Mach’s Mahl ist die Offensive für gutes Essen in Baden-Württemberg. Informationen und Tipps, Veranstaltungen und Mitmachangebote laden dazu ein, den persönlichen Weg des guten Essens zu entdecken. Dabei finden Aspekte zu ausgewogener und abwechslungsreicher Ernährung ebenso Beachtung wie die Themen "Genuss" und "Nachhaltigkeit" – zuhause und in der Außer-Haus-Verpflegung.

„Essen zwischen Hektik und Genuss“ ist ein Schwerpunktthema der unteren Landwirtschaftsbehörden der Landkreise und der vier Ernährungszentren in Baden-Württemberg. Ziel des Schwerpunktthemas ist es, die Verbraucherinnen und Verbraucher, vor allem junge Erwachsene und Berufstätige, bei ihrem eigenen Weg des guten Essens zu unterstützen - trotz Alltagsstress und Hektik. Dazu werden landesweit zahlreiche Workshops, Vorträge und Ausstellungen angeboten.

Die Landesinitiative "Bewusste Kinderernährung" - kurz BeKi - vermittelt ausgewogenes Essen und Trinken mit allen Sinnen und stellt Freude und Genuss bei den Mahlzeiten in den Mittelpunkt. Das Angebot richtet sich an Kinder, Eltern, pädagogische und hauswirtschaftliche Fachkräfte in Kitas und Schulen (bis einschließlich Klasse 6) sowie an Tagespflegepersonen. Es umfasst Informationsveranstaltungen, Unterricht, Broschüren, Arbeits- und Informationsmaterialien zum kostenlosen Download, eine Vielzahl an praxisnahen Fortbildungen (auch online) für pädagogische Fachkräfte in Kita und Schule sowie das Coaching zum BeKi-Zertifikat.

Baden-Württemberg beteiligt sich seit dem Jahr 2010 am EU-Schulfruchtprogramm. Mit dem Start des Schuljahres 2017/2018 wurden das EU-Schulmilchprogramm und das EU-Schulobst- und -gemüseprogramm zum neuen EU-Schulprogramm zusammengefasst. Kinder in teilnehmenden Kitas und Schulen erhalten dadurch wöchentlich kostenlose Obst-, Gemüse- und Milchportionen. Alle teilnehmenden Einrichtungen sind aufgefordert, das Angebot pädagogisch zu begleiten. Denn die Kinder sollen auf den Geschmack der Früchte und der Milch kommen. Sie sollen erfahren, wann und wie diese erzeugt werden, wie sie die Lebensmittel selbst verarbeiten können und warum Obst, Gemüse und Milch für eine ausgewogene Ernährung wichtig sind. Die Landesinitiative BeKi bietet hierzu eine Fortbildung und Arbeitsmaterialien sowie Unterstützung durch einen Besuch einer BeKi-Referentin in der Einrichtung an.

Zum Schuljahr 2017/18 stellte das Land allen Grundschulen in Baden-Württemberg das Medienpaket „Ernährungsführerschein“ zur Verfügung. Dieser Baustein für die Umsetzung der Ernährungsbildung im Unterricht ermöglicht den Kindern im Klassenzimmer Lebensmittel sinnlich wahrzunehmen, diese zu kleinen Gerichten zu verarbeiten und anschließend gemeinsam zu genießen. Unterstützt wird die Einführung des Ernährungsführerscheins durch zwei Lehrkräftefortbildungen, angeboten über die Landesinitiative "BeKi".

Gemeinschaftsverpflegung

Im Bereich der Kita- und Schulverpflegung sollen Essen und Trinken im Lebensraum Kita und Schule nachhaltig verankert und die Qualität des Essens verbessert werden. Fortbildungen, Austauschmöglichkeiten, Informationsmaterialien und Coaches für Kita- und Schulverpflegung unterstützen die Handelnden.

Mehrere Modellprojekte zur Verbesserung der Gemeinschaftsverpflegung in allen Lebenswelten werden am Landeszentrum für Ernährung durchgeführt. Neben Hochschulmensen und Landeskantinen werden Reha-Einrichtungen, Kliniken und Senioreneinrichtungen dabei unterstützt, die Verpflegung zu verbessern. Neben der Umsetzung der Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) und der Durchführung der DGE-Zertifizierung wird auch eine Bio-Zertifizierung angestrebt. Dabei soll der Anteil an ökologisch erzeugten, möglichst regionalen Lebensmitteln auf mindestens 15 Prozent im Gesamtwareneinsatz eines Jahres gesteigert werden. Auch regional und fair gehandelte Lebensmittel sollen vermehrt angeboten werden. Die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung sowie die Verbesserung der internen und externen Kommunikation sind weitere wichtige Ziele der Modellprojekte.

Keine zugeordnete Leistungen vorhanden.

Keine zugeordnete Elektronische Antragsstellung vorhanden.