Corona-Soforthilfe beantragen

Förderfähig sind Liquiditätsengpässe oder Umsatzeinbrüche, die nach dem 11. März 2020 entstanden sind. Am 11. März 2020 wurde die Situation von der WHO zur Pandemie erklärt.

Es ist ein einmaliger, nicht rückzahlbarer Zuschuss und gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten:

  • 9.000 Euro für drei Monate für Soloselbstständige und Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten,
  • 15.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigten,
  • 30.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigten

Obergrenze :

  • der unmittelbar infolge der Corona-Pandemie verursachte Liquiditätsengpass oder entsprechender Umsatzeinbruch,
  • maximal die oben genannten Förderbeträgen.

Sie müssen versichern, dass Sie durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, die Ihre Existenz bedrohen. Das ist der Fall, wenn Ihre fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand (bspw. gewerbliche Mieten, Pacht, Leasingaufwendungen) zu zahlen. Dies gilt rückwirkend für alle Anträge seit dem Start.

Die Anzahl der Beschäftigten ergibt sich aus der Berechnung der Vollzeitäquivalente, die anhand der Regelungen der KMU-Definition der EU erfolgt.

Onlineantrag und Formulare

Hinweis: Sobald Sie eine Postleitzahl oder einen Ort angegeben haben, können wir Ihnen an dieser Stelle den Onlineantrag und die Formulare der zuständigen Stelle anzeigen. Ort angeben

Zuständige Stelle

Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, Abteilung 4

finanzierungen@wm.bwl.de

Hinweis: Sobald Sie eine Postleitzahl oder einen Ort angegeben haben, können wir Ihnen an dieser Stelle weitere Informationen zu der für Sie zuständigen Stelle anzeigen. Ort angeben
Warum soll ich einen Ort angeben?
Mit Hilfe der Ortsangabe können wir die für Sie passenden Informationen, Formulare, Dienste und Ihre zuständige Stelle anzeigen.
Welchen Ort soll ich angeben?
Zum Beispiel Ihren Wohnort, wenn Sie einen Reisepass beantragen wollen oder den Unternehmensstandort, wenn Sie ein Gewerbe anmelden möchten.

Leistungsdetails

Voraussetzungen

  • Sie gehören zu einer dieser Gruppen:
    • Gewerbliche oder Sozialunternehmen,
    • Soloselbstständige
    • Angehörigen der Freien Berufe einschließlich Künstler/innen mit bis zu 50 Beschäftigten (Vollzeitäquivalent)
  • Sie haben Ihren Hauptsitz in Baden-Württemberg.
  • Sie haben noch keine vergleichbare Hilfe des Landes Baden-Württemberg oder eines anderen Bundeslandes für eine möglicherweise in einem anderen Bundesland oder in Baden-Württemberg bestehende Betriebsstätte beantragt oder erhalten.

Unternehmen ist jede Einheit, unabhängig von ihrer Rechtsform, die eine wirtschaftliche Tätigkeit ausübt. Hierzu zählen auch gemeinnützige Sozialunternehmen, sofern diese aktiv am Wirtschaftsleben teilnehmen.

Soloselbständige und Kleinstunternehmen mit unter fünf Beschäftigten sind nur insoweit antragsberechtigt, als dass sie mit ihrer selbständigen Tätigkeit das Haupteinkommen oder zumindest ein Drittel des Nettoeinkommens eines Haushalts bestreiten.

Bei akuten Engpässen in der Vereinskasse können auch Vereinsverantwortliche Kurzarbeitergeld für Vereinsangestellte oder Liquiditätshilfen und Steuerstundungen beantragen.

Verfahrensablauf

Die Anträge sind von dem Hauptsitz des Unternehmens zu stellen.

  1. Laden Sie das Antragsformular Soforthilfe Corona (PDF) inkl. De-minimis-Erklärung herunter und füllen Sie es vollständig an Ihrem PC aus. Damit Sie beschreibbare PDF-Formulare problemlos ausfüllen, bearbeiten und speichern können, sollten sie auf dem Computer heruntergeladen und gespeichert werden. Verwenden Sie grundsätzlich zum Ausfüllen immer den kostenlos zur Verfügung gestellten Adobe Acrobat Reader. Haben Sie bereits den Acrobat Reader installiert, kontrollieren Sie: Ob Sie die neueste Version geladen haben und aktualisieren Sie ihn gegebenenfalls. Ob JavaScript in den Einstellungen vom Adobe Acrobat Reader aktiviert ist.
  2. rucken Sie das vollständig ausgefüllte Formular aus
  3. Unterschreiben Sie (rechtsverbindlich durch einen Vertretungsberechtigten) das Formular eigenhändig an der dafür vorgesehenen Stelle
  4. Scannen Sie (oder fotografieren Sie) das Formular mit Ihrer Unterschrift ein.
  5. Speichern Sie das gescannte/ fotografierte Dokument im PDF-Format ab. Es können nur vollständig ausgefüllte Formulare im PDF-Format verarbeitet werden. Bitte führen Sie gegebenenfalls mehrseitige Dokumente in EIN Dokument zusammen. Da nur Dokumente im PDF-Format angenommen werden können, müssen die Dokumente im Datei-Typ PDF gespeichert oder über einen Standard-PDF-Drucker gedruckt werden, um das PDF-Format sicherzustellen.
  6. Öffnen Sie bitte das Portal der Kammern: www.bw-soforthilfe.de
  7. Geben Sie dort Ihre Kontaktdaten ein und laden Sie Ihr Antragsformular hoch.

Sie werden per E-Mail über den Eingang Ihres Antrags informiert.

Der Zuschuss wird nach erfolgreicher Prüfung ausgezahlt.

 

 

Erforderliche Unterlagen

  • Wenn Sie Mitglied einer Kammer (Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer) sind: Ihre Mitgliedsnummer. Auch wenn Sie kein Mitglied in einer dieser beiden Kammern sind und daher keine Mitgliedsnummer haben, werden Sie einen Antrag im beschriebenen Verfahren stellen können.
  • Wenn Sie bereits Kontakt zur L-Bank hatten: Ihre Kundennummer.
  • Handelsregisternummer (soweit vorhanden) und Umsatzsteuer-ID (ersatzweise Steuernummer).
  • Ihre Bankverbindung.
  • Informationen über ggf. bereits erhaltene De-minimis-Beihilfen.
  • Informationen zu weiteren staatlichen Hilfen, die Sie im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie erhalten oder beantragt haben.
  • Höhe Ihres Liquiditätsengpasses (berechnet auf drei Monate)
  • Anzahl der Beschäftigten Ihres Unternehmens.

Bearbeitungsdauer

Wenige Tage

Bitte sehen Sie von etwaigen Anfragen in den ersten Werktagen ab. Sollten sich Fragen zu Ihrem Antrag ergeben, wird sich die zuständige Kammer an Sie wenden.

Sonstiges

Hotlines:

  • IHK Bodensee-Oberschwaben: 0751 / 409-250
  • IHK Heilbronn-Franken: 07131 / 9677-111
  • IHK Hochrhein-Bodensee: 07531 / 2860 333 und 07622 / 3907-333
  • IHK Karlsruhe: 0721 / 174 111
  • IHK Nordschwarzwald: 07231 ­/ 201-366
  • IHK Ostwürttemberg: 07321 / 324-0
  • IHK Region Stuttgart: 0711 / 2005-1677
  • IHK Reutlingen: 07121 / 201-0
  • IHK Rhein-Neckar: 0621 / 1709-600
  • IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg: 07721 / 922-244
  • IHK Südlicher Oberrhein: 0761 / 3858-823 und 0761 / 3858-824
  • IHK Ulm: 0731 / 173-333

Handwerkskammern

  • Handwerkskammer Freiburg: 0761 / 21800-456
  • Handwerkskammer Heilbronn-Franken: 07131 / 791-177 und 07131 / 791-178
  • Handwerkskammer Karlsruhe: 0721 / 1600-333
  • Handwerkskammer Konstanz: 07531 / 205-201
  • Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar Odenwald: 0621 / 18002-0
  • Handwerkskammer Reutlingen: 07121 / 2412-555
  • Handwerkskammer Region Stuttgart: 0711 / 1657-0
  • Handwerkskammer Ulm: 0731 / 1425-6900

Freie Berufe

Freigabevermerk

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen Stellen. Das Wirtschaftsministerium hat dessen ausführliche Fassung am 31.03.2020 freigegeben.