Rente - Zeiten der Kindererziehung

Berücksichtigungszeiten wegen Kindererziehung wirken sich nicht wie andere rentenrechtliche Zeiten direkt auf die Höhe der Rente aus. Sie haben rentenrechtliche Bedeutung für

  • die Erfüllung der Wartezeit von 35 und 45 Jahren für eine vorgezogene Rente (z.B. Altersrente für langjährig Versicherte oder besonders langjährige Versicherte),
  • den erweiterten Versicherungsschutz bei Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit,
  • den Nachteilsausgleich (Gutschrift an zusätzlichen Entgeltpunkten) bei Erziehenden, die gleichzeitig mehrere Kinder erziehen,
  • die Bewertung der beitragsfreien und beitragsgeminderten Zeiten (z.B. Anrechnungszeiten),
  • die Erhöhung der Mindestentgeltpunkte für Versicherte mit geringem Arbeitsentgelt, soweit es um die Frage geht, ob 35 Jahre an rentenrechtlichen Zeiten zusammenkommen.

Für die Zuordnung der Berücksichtigungszeiten wegen Kindererziehung gelten grundsätzlich die Regelungen wie bei Kindererziehungszeiten.

Als Berücksichtigungszeit wegen Kindererziehung zählt die Zeit vom Tag der Geburt bis zur Vollendung des 10. Lebensjahres des Kindes, soweit die Voraussetzungen für die Anrechnung einer Kindererziehungszeit auch in dieser Zeit vorliegen. Für Selbstständige können Berücksichtigungszeiten nur angerechnet werden, wenn diese Zeiten auch Pflichtbeitragszeiten sind.

Hinweis: Bei zeitgleicher Erziehung mehrerer Kinder unter zehn Jahren endet die Berücksichtigungszeit spätestens zehn Jahre nach der Geburt des jüngsten Kindes.

Keine zugeordnete Leistungen vorhanden.

Keine zugeordnete Elektronische Antragsstellung vorhanden.

Freigabevermerk

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen Stellen. Die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg hat ihn am 16.11.2016 freigegeben.