Radverkehr

Das Ziel der Landesregierung ist es, Baden-Württemberg zu einer Pionierregion für nachhaltige Mobilität zu entwickeln. Dem Radverkehr kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Er hat sowohl einen gesellschaftlichen als auch einen ganz individuellen Nutzen. Das Fahrrad sichert bezahlbare individuelle Mobilität. Es hält fit und entlastet das Gesundheitswesen. Das Fahrrad trägt dazu bei, unsere Städte lebenswerter zu machen: Mehr Radverkehr bedeutet weniger Stau, weniger Feinstaub und Lärm. In ländlichen Räumen gewinnt das Fahrrad durch die Verknüpfung mit Bussen und Bahnen im Alltag zunehmend an Bedeutung. Radverkehrsförderung ist zudem Wirtschaftsförderung. Die Fahrradwirtschaft ist eine hoch innovative Wachstumsbranche. Sie weist in Baden-Württemberg beträchtliche Umsatzzahlen auf und sichert Arbeitsplätze. Auch der Tourismus profitiert vom Radverkehr.

Entsprechend hat das Land sich als Ziel gesetzt, den Radverkehrsanteil bis zum Jahr 2020 gegenüber 2008 auf 16 Prozent aller Wege zu verdoppeln und bis 2030 auf 20 Prozent zu erhöhen. In den letzten Jahren wurde das Engagement im Land und in den Kreisen, Städten und Gemeinden deutlich intensiviert und die Entwicklung zu einer neuen Radkultur in Baden-Württemberg eingeleitet.

Zentrale Projekte des Landes sind die RadSTRATEGIE Baden-Württemberg, das landesweite RadNETZ und die Initiative Rad-KULTUR:

RadSTRATEGIE

Mit der Radverkehrsstrategie Baden-Württemberg (RadSTRATEGIE) erarbeitet das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur erstmals ein umfassendes Konzept für den Radverkehr in Baden-Württemberg. Ziel der RadSTRATEGIE ist es, die positiven Wirkungen des Radverkehrs in den Städten und im ländlichen Raum zu nutzen. Die Strategie formuliert Maßnahmen und Ziele in acht Handlungsfeldern von Infrastruktur über Verkehrssicherheit und Kommunikation bis zur Wirtschafts- und Bewegungsförderung. Städte, Gemeinden und Landkreise sind die zentralen Partner, um den Radverkehr im gesamten Land voranzubringen. Mit der RadSTRATEGIE zeigt das Land, wie es die Kommunen bei der Aufgabenwahrnehmung im Bereich Radverkehr noch besser unterstützen möchte – als Förderer, Koordinator, Moderator und Impulsgeber. Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur hat bei der Erstellung der RadSTRATEGIE zahlreiche Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen eingebunden. Bürgerinnen und Bürger konnten ihre Erfahrungen und Anregungen bereits zu Beginn einbringen. Ein beratendes Fachgremium hat den gesamten Prozess aktiv begleitet.

RadNETZ Baden-Württemberg

Ziel der Landesregierung ist es, den Radfahrerinnen und Radfahren ein flächendeckendes Radverkehrsnetz mit sicheren und attraktiven Verbindungen zu bieten. Dazu hat das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur im Jahr 2014 in enger Abstimmung mit den Städten, Gemeinden und Landkreisen mit der Planung eines baulastträgerübergreifenden ca. 7.000 km langen Landesradverkehrsnetzes (RadNETZ-Baden-Württemberg) begonnen. Das RadNETZ Baden-Württemberg verbindet landesweit alle Ober- und Mittelzentren über definierte Hauptrouten für den Alltagsradverkehr. Neben den Alltagsrouten enthält es die 19 offiziellen touristischen Lan-desradfernwege. Insgesamt werden mehr als 700 Städte und Gemeinden an das RadNETZ angeschlossen. Das RadNETZ soll künftig nach einheitlichen Qualitätsstandards konsequent ausgebaut und ertüchtigt werden. Wichtigste Partner sind die Städte, Gemeinden und Landkreise. Im Zielzustand zeichnet sich das RadNETZ durch direkte, sicher und komfortabel zu befahrende sowie mit durchgehend einheitlicher Wegweisung versehene Radverkehrsverbindungen aus.

Initiative RadKULTUR

Erst durch das Zusammenspiel von Infrastrukturförderung und Öffentlichkeitsarbeit werden die Potenziale der Radverkehrsförderung voll entfaltet. Infrastruktur macht sich nur bezahlt, wenn diese auch genutzt wird. Kommunikation kann dazu beitragen. Daher hat das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg im Jahr 2012 die Kommunikations-Initiative RadKULTUR ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es, noch mehr Menschen für das Radfahren zu begeistern und dazu zu motivieren, in ihrem Alltag ganz selbstverständlich aufs Rad zu steigen. Gemeinsam mit jährlich neu hinzukommenden Modellkommunen der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK-BW) e. V. wird den Bürgerinnen und Bürgern unter dem Motto „Einfach fahren“ ein vielfältiges Programm mit Mitmach-Aktionen, Wettbewerben und Service-Angeboten rund um das Fahrrad geboten.

Eine Vielzahl weiterer Maßnahmen wurde schon angestoßen und umgesetzt. Dazu zählen unter anderem: 

Tipp: Landesspezifische Informationen rund um das Thema "Radverkehrsförderung" bietet Ihnen das Informationsportal zur Fahrradförderung des Landes Baden-Württemberg (www.fahrradland-bw.de). Auf der Internetseite www.radkultur-bw.de erfahren Sie zudem alles zur Initiative RadKULTUR und den einzelnen Rad-Aktionen. Broschüren und Informationsmaterial zum Thema "Sicheres Radfahren“ finden Sie im Onlineauftritt des Innenministeriums. Die Deutsche Verkehrswacht und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat e.V. bieten weiterführende Informationen zum Thema "Verkehrssicherheit".

Informationen zu den rechtlichen Bestimmungen bei der Benutzung von Elektrofahrrädern und Pedelecs erhalten Sie im Kapitel "Fahrerlaubnis - Einstufung für Mofas und E-Bikes" in der Lebenslage "Führerschein".

Tipp: Den Radfahrerinnen und Radfahrern stehen verschiedene regionale und überregionale Radroutenplaner für Beruf und Freizeit zur Verfügung:

Interessante Aktionen für Radfahrer sind beispielsweise die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs oder die Aktion „Stadtradeln". Bundesweite Informationen zum Radverkehr erhalten Sie auf dem Fahrradportal des Bundes.

Allgemeine Informationen rund um das Thema "Radtourismus in Baden-Württemberg" können Sie im Kapitel “Radtourismus“ der Lebenslage “Reisen“ nachlesen.

Keine zugeordnete Leistungen vorhanden.

Keine zugeordnete Elektronische Antragsstellung vorhanden.

Freigabevermerk

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen Stellen. Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur hat ihn am 05.11.2015 freigegeben.