Gleichgeschlechtliche Partner

Seit August 2001 ermöglicht das Gesetz zur Lebenspartnerschaft auch homosexuellen Paaren, den Bund fürs Leben zu schließen.

Die gesetzlichen Regelungen stimmen großenteils mit denen der Ehe überein. In beiden Formen genießen die Partner und Partnerinnen Unterhaltsrecht, Erbrecht und ein Recht auf gemeinsame Namensführung. Ebenso sind Sie als Lebenspartner oder Lebenspartnerin in die Familienversicherung einbezogen. In der Krankenkasse ist ein Partner oder eine Partnerin ohne eigenes Einkommen daher beitragsfrei mitversichert. Überdies erhält der Lebenspartner oder die Lebenspartnerin nach dem Tod des anderen in vielen Fällen eine Hinterbliebenenrente (dies ist aber abhängig vom Versorgungsträger). Ausnahmen bestehen zum Beispiel noch im Beamtenrecht und bei vielen berufsständischen Versorgungseinrichtungen.

Anders als bei der Ehe haben gleichgeschlechtliche Paare kein gemeinsames Adoptionsrecht. Hat aber einer der beiden bereits ein Kind, kann der jeweils andere es adoptieren (Stiefkindadoption). Eingetragene Lebenspartner haben das Recht auf eine sogenannte Sukzessivadoption. Das heißt, Lebenspartner dürfen fortan ein Kind adoptieren, das der andere Partner bereits adoptiert hat.

Wenn Sie eine Lebenspartnerschaft begründen möchten, bietet Ihnen die Lebenslage "Der Bund fürs Leben" nähere Informationen. Dort erfahren Sie Wissenswertes rund um die Planung, die Begründung der Lebenspartnerschaft selbst und was Sie nach dem Festakt erledigen müssen.

Keine zugeordnete Elektronische Antragsstellung vorhanden.

Freigabevermerk

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen Stellen. Das Innenministerium und das Justizministerium haben ihn am 20.03.2015 freigegeben.