Gebäudeindividueller energetischer Sanierungsfahrplan

Der gebäudeindividuelle energetische Sanierungsfahrplan Baden-Württemberg ist

  • ein Beratungsinstrument für Gebäudeeigentümerinnen und Gebäudeeigentümer sowie
  • eine Erfüllungsoption des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes (EWärmeG).

Ziel ist es, die Sanierungsstrategie für ein einzelnes Gebäude zu entwickeln und zu vermitteln. Damit wird das energiepolitische Ziel der Bundesregierung unterstützt, bis zum Jahr 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen.

Für Wohngebäude reduziert die Vorlage eines Sanierungsfahrplans bei der zuständigen unteren Baurechtsbehörde den Pflichtanteil des Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) von 15 % auf 10 %.
Er stellt für einige im EWärmeG vorgesehene Erfüllungsoptionen eine sinnvolle Ergänzung dar. Bei Nichtwohngebäuden kann ein Sanierungsfahrplan zur vollständigen Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben des EWärmeG vorgelegt werden. Es besteht keine Pflicht zur Umsetzung der dort vorgeschlagenen Maßnahmen.

Auch Berichte, die nach den Vorgaben der Vor-Ort-Beratung des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erstellt wurden, werden bei Wohngebäuden zur Gesetzeserfüllung ebenfalls anerkannt. Voraussetzung ist, dass sie zum Zeitpunkt der Heizungserneuerung nicht älter als fünf Jahre sind. Der vom Bund entwickelte individuelle Sanierungsfahrplan wird als Darstellungsvariante der Vor-Ort-Energieberatung für Wohngebäude als gleichwertig anerkannt und kann damit im EWärmeG angerechnet werden.

Förderung durch Zuschüsse

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg stellt auf Basis der Förderrichtlinie Sanierungsfahrplan Baden-Württemberg (FöRL SFP) bis Ende des Jahres 2018 Zuschüsse für die Erstellung von Sanierungsfahrplänen zur Verfügung: 

Die Ausstellung eines Sanierungsfahrplans für Ein- und Zweifamilienhäuser wird mit 200 Euro gefördert.

Für jede weitere Einheit erhöht sich der Zuschussbetrag um 50 Euro bis zu insgesamt 500 Euro für Mehrfamilienhäuser mit 8 und mehr Wohneinheiten.

Die Abwicklung des Programms übernimmt die L-Bank. Dort erhalten Interessierte weitere Informationen und können Förderanträge einreichen.

Neue Kontingente können bis zum 31.12.2018 beantragt werden. Eine Abrechnung bzw. die Vorlage des Verwendungsnachweises ist noch 2019 möglich.

Keine zugeordnete Leistungen vorhanden.

Keine zugeordnete Elektronische Antragsstellung vorhanden.