Gemeinschaftsschule [Vorgangsnummer 1293377]

19.02.2017 Thema: Schulische Bildung

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie schreiben, dass ein Wechsel von der Gemeinschaftsschule in jede andere allgemeinbildende Schule möglich sein soll. Wie gewährleisten Sie, dass die jungen Menschen auf einem ausreichenden Niveau zum Beispiel Französisch lernen, um einen Wechsel ins Gymnasium zum Beispiel in Klasse 8 zu ermöglichen?

06.03.2017 Antwort: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport

Der Übergang zwischen Werkrealschulen/Hauptschulen, Realschulen, Gemeinschaftsschulen und Gymnasien der Normalform ist in der Multilateralen Versetzungsordnung (MVO) geregelt. Gemäß § 9 Abs.1 werden an den Gemeinschaftsschulen „für den Zweck des Wechsels auf eine andere Schulart Noten in allen Fächern einheitlich auf einer Niveaustufe ausgewiesen. Es wird die Niveaustufe ausgewiesen, die überwiegend für die Leistungsfeststellungen maßgeblich war.“

Beabsichtigt eine Schülerin oder ein Schüler nun beispielsweise zum neuen Schuljahr einen Wechsel auf der gleichen Ebene – also vom erweiterten (gymnasialen) Niveau an der Gemeinschaftsschule an ein allgemein bildendes Gymnasium – ist zu prüfen, ob er hierfür die Voraussetzungen nach der Versetzungsordnung Gymnasium erfüllt (vgl. § 9 Abs. 2 MVO).

Beabsichtigt er, die Ebene zu wechseln – also beispielsweise vom mittleren Niveau an der Realschule oder Gemeinschaftsschule auf ein Gymnasium – gelten hierfür bestimmte Notenvoraussetzungen (vgl. § 6 Abs. 2 MVO).

Für den Wechsel in das Gymnasium ist ab Klasse 7 in jedem Fall Voraussetzung, dass die zweite Fremdsprache belegt wurde (vgl. § 5 Satz 2 MVO).

Grundlage für alle Leistungsmessungen ist der Unterricht auf der Grundlage der in den Bildungsplänen für die betreffende Niveaustufe ausgewiesenen Bildungsstandards. Die Bildungsstandards für das erweiterte Niveau im gemeinsamen Bildungsplan für die Sekundarstufe I sind mit den Standards des Bildungsplans für die Gymnasien abgestimmt.

Der gemeinsame Bildungsplan für die Sekundarstufe I wurde zum Schuljahr 2016/2017 in den Klassenstufen 5 und 6 eingeführt. Dieser gilt für die Werkrealschule und für die Hauptschule, für die Realschule, für die Gemeinschaftsschule sowie für die Schulen besonderer Art. Im kommenden Schuljahr werden auch die 7. Klassen danach unterrichtet, in den darauffolgenden Schuljahren kommt jeweils eine weitere Klassenstufe hinzu. Die übrigen Klassen werden nach dem für die jeweilige Klassenstufe gültigen Bildungsplan 2004 der Realschule unter Einbeziehung der Standards des Gymnasiums und der Hauptschule unterrichtet.


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