Hinweis auf die FSME-Impfung auf den Seiten des Serviceportals Baden-Württemberg [Vorgangsnummer 6175750]

10.05.2018 Thema: Gesundheitswesen

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank, dass Sie sich des folgenden Anliegens annehmen: Leider musste ich die Erfahrung machen, dass viele Studierende, die aus anderen Bundesländern oder aus dem Ausland nach Tübingen gezogen sind, noch nie von den Gefahren einer Infektion mit dem FSME-Virus und dem hohen Schutz durch eine FSME-Impfung gehört haben. Dieses Unwissen ist, wie ich befürchte, ein allgemeines Phänomen unter den Neubürgern Baden-Württembergs. Ich habe den Eindruck, dass die entsprechenden Informationen über FSME nur sehr sporadisch über Radio und Fernsehen verbreitet werden. Für eine bessere Auklärung und damit einen besseren Schutz der Bevölkerung ist es m. E. unerlässlich, dass über offizielle Seiten wie den Internetauftritt des Serviceportals Baden-Württemberg auf der Startseite und ggf. auf solchen Seiten, die Neubürger wahrscheinlich aufrufen, in auffälliger Schrift und Farbe darauf hingewiesen wird, dass ganz Baden-Württemberg ein Hochrisikogebiet für FSME ist und dass eine Impfung davor schützt. Auf diese Weise können viele Menschen vor den teils schrecklichen Folgen einer Hirnhautentzündung bewahrt werden. Andernfalls bleibt es so, dass viele Zugezogene ungeimpft durch Wälder und Wiesen wandern, weil niemand sie auf die Gefahren hingewiesen hat, und dass einige aufgrund der Hirnhautentzündung für den Rest ihres Lebens gesundheitlich stark eingeschränkt sind. Auf Mundpropaganda und den Erfolg persönlicher Recherche darf man sich leider nicht verlassen. Selbst bei Suchbegriffen wie "Gefahren Baden-Württemberg" erscheint FSME nicht auf der ersten Seite der Suchergebnisse. Jede Infektion mit FSME ist eine zuviel, denn jede hätte auf sehr leichte Weise verhindert werden können. Bitte denken Sie an die Gesundheit Ihrer Mitbürger und nutzen Sie Ihre Möglichkeit, den Hinweis auf die FSME-Impfung effektiv zu verbreiten. (Nebenbei bemerkt kann es auch nur im staatlichen Interesse sein, Infektionen, die zu Arbeitsunfähigkeit und zu hohen Kosten im Gesundheitswesen führen können, zu verhindern.)

Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe und für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

25.06.2018 Antwort: Ministerium für Soziales und Integration

Vielen Dank für Ihre Anregung zur Information über die Gefahren durch FSME und die FSME-Impfung.
Ich kann Ihnen versichern, dass die Gesundheit der Bürger ein sehr großes Anliegen der Landesregierung ist.
Wie Sie in Ihrer Mail vom 10.5.2018 richtig beschreiben, gehört Baden-Württemberg zu den Risikogebieten Deutschlands, in denen die Infektionsgefahr durch FSME- Viren besonders groß ist. Jede 20.-50. Zecke ist Virusträger. FSME Infektionen verlaufen oft ohne Krankheitserscheinungen. Bei etwa 1/3 der infizierten Personen können grippeähnliche Erscheinungen auftreten. In ca. 5-10 % aller Infektionen kommt es zu Hirnhaut- und Gehirnentzündungen.
Vor diesem Hintergrund wird von Seiten des Öffentlichen Gesundheitsdienstes regelmäßig aktiv über die Gefahren von Zeckenstichen informiert. Zu Beginn der Zeckensaison sowie in deren Verlauf werden sowohl von Seiten des Landesgesundheitsamtes als auch von Seiten des Ministeriums für Soziales und Integration Pressemitteilungen herausgegeben ( Baden-Württemberg weiterhin Risikogebiet für FSME). Zusätzlich informieren die örtlichen Gesundheitsämter die Öffentlichkeit über ihre eigenen Kommunikationskanäle, teilweise auch durch entsprechende online-Angebote.
Darüber hinaus sind auf der Homepage des Ministeriums für Soziales und Integration FAQs ( Häufige Fragen und Antworten zu Zecken )zu Infektionsrisiken durch Zecken eingestellt und es besteht die Möglichkeit, sich das Faltblatt „Vorsicht bei Zeckenstichen“ herunterzuladen oder kostenlos zu bestellen ( VORSICHT bei Zeckenstichen ).
Wir sind der Auffassung, dass der Bürger (und auch neue Bürger) mit diesem Informationsangebot ausreichend informiert wird und sich selbst informieren kann.

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