Schulprobleme während des Coronavirus [Vorgangsnummer 139477263]

16.04.2020 Thema: Schulische Bildung

Ausser dass dieses jedes Bundesland und zum Teil jede Stadt entscheidet individuell das totale Chaos bringt. Ist es nicht sinnvoll zu sagen alle sollen dieses Jahr nochmal wiederholen. Ohne Ausnahmen! Kinder in der Grundschule haben sehr viel Stoff nachzuholen und da gibt es ja diese "wichtigen" Klassen. Der Stoff in der 3. Klasse ist ja sehr wichtig für die Kinder und wenn da schon aus der 2. Klasse Unterrichtsstoff fehlt ist das nicht so gut. Ohne viel Diskussion und trarara für alle einheitlich.

04.06.2020 Antwort: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport

Wie Sie dies richtig schildern, stellten die letzten Wochen und Monate eine enorme Belastung für uns alle dar. Die Infektionszahlen haben sich inzwischen positiv entwickelt, so dass seit einigen Wochen nach und nach Lockerungen vorgenommen werden konnten. Jeder Schritt der weiteren Öffnung musste sorgfältig abgewogen werden, denn die Eindämmung des Virus war das oberste Ziel. Vor allem die Kinder und Familien haben unter den zeitweise massiven Einschränkungen gelitten. Die Notbetreuung konnte nicht von allen Kindern in Anspruch genommen werden, dies sorgte für viel Unverständnis und Unmut. Da das Abstandsgebot galt, mussten kleine Gruppen gebildet werden, was einen erhöhten Personaleinsatz und räumliche Veränderungen erforderlich gemacht hat. Somit war man gezwungen, Kriterien für die Auswahl der Kinder für die Notbetreuung festzulegen.

Seit Anfang Mai haben sich für die Kinder Schritt für Schritt kleine Änderungen ergeben. Zunächst wurden die Spielplätze geöffnet, dann durften die Viertklässler wieder in die Schule und nach den Pfingstferien sind endlich alle weiteren Klassen an der Reihe. Auch in den Kitas geht es voran, bis zu 50% aller Kinder können gleichzeitig betreut werden.

Bis Ende Juni sollen die Grundschulen und Kitas sogar wieder vollständig geöffnet werden. Grundlage für diese Entscheidung sind die ersten vorliegenden Erkenntnisse einer Studie, die die Landesregierung in Auftrag gegeben hat.
Die Universitätskinderklinik in Heidelberg hat in dieser Studie, an der alle vier Universitätskliniken in Baden-Württemberg beteiligt sind, untersucht, welche Rolle Kinder bei der Verbreitung des Corona-Virus spielen. In der Studie wurden bewusst Kinder bis zehn Jahren einbezogen, um eine Grundlage für politische Entscheidungen im Hinblick auf Öffnungen von Kitas, der Kindertagespflege und Grundschulen zu erhalten. Die ersten Erkenntnisse der Studie zeigen nun, dass Kinder nicht nur seltener an Corona erkranken, sondern sich auch seltener mit dem Virus infizieren als Erwachsene.

Somit kann in dieser Altersgruppe auf die Abstandsgebote verzichtet werden, so dass ein Unterricht und eine Betreuung im Regelbetrieb möglich wird. Entscheidend wird jedoch sein, dass die jeweiligen Gruppen oder Klassen untereinander bleiben und sich nicht vermischen, auch nicht in den Pausen. Das Kultusministerium wird deshalb hierfür nun zügig gemeinsam mit den Kommunen und den Trägerverbänden einen Rechtsrahmen erarbeiten, um spätestens bis Ende Juni die Kitas wieder vollständig öffnen zu können. Außerdem entwickelt das Kultusministerium ein Konzept für die Grundschulen, die ebenfalls bis Ende Juni wieder vollständig geöffnet werden sollen. Mit diesen Schritten sollen Eltern spürbar entlastet und den Kindern die Chance gegeben werden, wieder in Kontakt mit Gleichaltrigen zu kommen, zu lernen und zu spielen.

Durch die Schulschließungen soll den Schülerinnen und Schülern kein Nachteil entstehen, der Bildungsplan gilt weiterhin. Für die Kinder in den Klassen eins bis drei beginnt der Unterricht in eingeschränkter Form nach den Pfingstferien.
Der im Zeitraum von Corona nicht stattgefundene Unterricht entscheidet nicht maßgeblich über das weitere schulische Fortkommen, darüber müssen Sie sich keine Sorgen machen. Die im Zeitraum der Schulschließung vermittelten Bildungsinhalte werden weder unmittelbar abgeprüft, noch wird davon ausgegangen, dass alle Kinder diese beherrschen. Die Lehrkräfte an den Grundschulen entwickeln Konzepte, wie der Unterricht, vor allem in den Basisfächern Mathematik und Deutsch, für alle Kinder so gut wie möglich gestaltet werden kann, damit zunächst das, was zu Hause erarbeitet wurde, aufgegriffen, wiederholt und vertieft werden kann, aber auch neue Inhalte vermittelt werden können. Frau Ministerin Dr. Susanne Eisenmann hat bereits deutlich gemacht, dass in diesem Schuljahr aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Schulbetrieb in Baden-Württemberg alle Schülerinnen und Schüler grundsätzlich in das nächste Schuljahr versetzt werden. Denn den Schülerinnen und Schülern soll kein Nachteil aus der aktuellen Situation entstehen.

Wir arbeiten gemeinsam mit Schulleitungen und den Schulaufsichtsbehörden daran, dass den Schülerinnen und Schüler bestmöglich in dieser schwierigen Zeit ausreichend Lernangebote zur Verfügung gestellt werden.

Als Erziehungsberechtigte können Sie jederzeit auf die Klassenlehrkraft Ihrer Kinder zugehen und sich darüber beraten, ob eine freiwillige Wiederholung für Ihre Tochter Sinn macht.

Auf Grund der dynamischen Situation, kann sich die Sachlage jederzeit ändern. Aktuelle Informationen sowie die Corona-Verordnung in ihrer gültigen Fassung finden Sie auf der Homepage des Kultusministeriums, diese wird täglich aktualisiert Kultusministerium Coronavirus

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie alles Gute.
Bleiben Sie gesund!

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