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Vorgangsnummer 73

Thema
Forstwirtschaft

18.12.2003

Einnahmen für das Land Wie wäre es mit dem Verkauf des Waldes, nicht nur der Forsthäuser und Waldarbeiterhäuser (was derzeit überall praktiziert wird)? Sicherlich können auch Private den Wald ökonomisch und ökologisch sinnvoll nutzen.

Antwort Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum am 15.01.2004

Wald unterliegt einer außerordentlich hohen Sozialpflichtigkeit, die sich aus seiner ökologischen Funktion und seiner Rolle als bedeutendster Erholungsraum ergibt. Als öffentliche Einrichtung trägt der Staatswald diesen Interessen der Allgemeinheit in besonderer Weise Rechnung. Die nachhaltige Sicherung des Forstvermögens ist daher notwendig. Daher ist auch in § 113 der Landeshaushaltsordnung die Einrichtung eines speziellen Forstgrundstocks geregelt, mit der unvermeidlichen Substanzeingriffe (z.B. im Rahmen von Straßenbaumaßnahmen) ausgeglichen werden können. Unbeachtlich der dargelegten gesellschaftspolitischen Relevanz haben aber auch die Erfahrungen der zurückliegenden Jahrzehnte im Bereich des Grundstücksverkehrs gezeigt, dass das Verkaufsinteresse privater und kommunaler Waldbesitzer das Ankaufinteresse an Waldflächen bei weitem überwog. Ursache hierfür sind zum einen der landwirtschaftliche Strukturwandel, zum anderen aber auch die schlechte Ertragslage, welche die Bewirtschaftung des Waldes unter rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht besonders attraktiv erscheinen lässt. Zusammenfassend kann also festgestellt werden, dass Staatswald derzeit in relevanten Größenordnungen nicht verkäuflich ist.