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Vorgangsnummer 18

Thema
Kirchen, Sport, Laienkultur und Weiterbildung

14.11.2003

Ich schlage vor, einen gesetzlichen Bildungsurlaub auch in Baden-Württemberg einzuführen. In vieen anderen Bundesländern gibt es seit Jahrzehnten diesen Anspruch.

Antwort Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg am 08.12.2003

Der Gesetzgeber hat in Baden-Württemberg - wie auch in anderen Bundesländern - keine spezifischen gesetzliche Regelungen für Bildungsfreistellung ("Bildungsurlaub") vorgesehen. Da heute der Weiterbildung als einem eigenständigen, mit Schule, Hochschule und Berufsausbildung gleichberechtigten Teil des Bildungswesens gerade angesichts der Notwendigkeit des lebenslangen Lernens und der Dynamik der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen zunehmende Bedeutung zu kommt, stellt die Landesregierung deshalb für die Weiterbildung erhebliche finanzielle wie auch personelle Ressourcen zur Verfügung. Aber auch die einzelnen Bürgerinnen und Bürger engagieren sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten finanziell und zeitlich für ihre persönliche berufliche und allgemeine Weiterbildung. Dieser subsidiäre Ansatz der Landesregierung wird durch die im Bundesvergleich insgesamt überdurchschnittlich hohe Weiterbildungsbeteiligung in Baden-Württemberg (Infratest Sozialforschung, München, Mai 2002) bestätigt. Danach nahmen im Jahr 2000 in Baden-Württemberg 36% (Bund: 26%) der 19-64-Jährigen an allgemeiner und 29% (Bund: 29%) an beruflicher Weiterbildung teil.