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Um ihre Produktions-, Service- und Ansprechzeiten zu verlängern, setzen viele Unternehmen auf Schichtarbeit. Dabei wird die tägliche Arbeitszeit der Mitarbeiter in wechselnde Zeitabschnitte unterteilt. Das bedeutet, dass die Arbeitszeit der Mitarbeiter nicht nur zu unterschiedlichen Zeiten beginnt und endet, sondern eventuell die tägliche Arbeitszeit auch unterschiedlich lang sein kann.

Auf diese Weise kann die tägliche Betriebszeit in unterschiedliche Zeitabschnitte unterteilt werden, wobei jeweils eine Gruppe von Schichtarbeitern durch eine andere Gruppe an demselben Arbeitsplatz abgelöst wird.

Bei der Gestaltung von Schichtarbeitssystemen gibt es zahlreiche Variationsmöglichkeiten.

Worauf ist bei Schichtsystemen zu achten?

  • Der regelmäßige Wechsel zwischen Früh- und Spätschichten sollte in nicht zu langen Abständen erfolgen, um die Teilnahme am sozialen Leben zu ermöglichen und die Belastung der Mitarbeiter nicht zu groß werden zu lassen.
  • Der Frühschichtbeginn sollte nicht zu früh beginnen.
  • Die Schichten sollten vorwärts rollieren.
  • Es sollten keine ungünstigen Schichtfolgen (z.B. Nachtschicht - Freischicht - Frühschicht) entstehen, sodass immer genügend Freizeit zwischen zwei Schichten möglich ist.
  • Es sollte keine einzelnen Arbeitstage geben, die Freizeitblöcke unterbrechen.
  • Schichtpläne sollten übersichtlich und vorhersehbar sein, um die Freizeit der Mitarbeiter planbar zu machen.
  • Die Länge der Schichten sollte an die Arbeitsbelastung des Arbeitsplatzes angepasst sein.
  • Es sollten zusammenhängende Wochenend- oder Freizeitblöcke angestrebt werden.
  • Es sollten keine sogenannten Schaukelschichten entstehen, bei denen sich z.B. Frühschicht und Spätschicht immer abwechseln.
  • Die Mitarbeiter sollten in ihren Schichten immer mit den gleichen Kollegen zusammenarbeiten.
  • Pro Arbeitnehmer sollten maximal drei Nachtschichten aufeinander folgen, um die Gesundheit nicht allzu sehr zu belasten. Darüber hinaus sollte auf die Nachtschichtphase eine mindestens 24-stündige Freischicht folgen.
  • Zusätzliche Belastungen sollten mehr als bei allen anderen flexiblen Arbeitszeitmodellen durch Freizeit ausgeglichen werden.
  • Freie Tage sollten im Block und möglichst am Wochenende genommen werden.
  • Starre Schichtsysteme sollten zur Erhaltung der Flexibilisierung vermieden werden.
  • Die persönlichen Interessen der Arbeitnehmer sollten nach Möglichkeit berücksichtigt werden.

 


 

 

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Freigabevermerk

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen Stellen. Das Sozialministerium hat ihn am 03.04.2013 freigegeben.