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Sie haben eine innovative Idee, die Sie in Ihrem Unternehmen umsetzen möchten. Sie suchen eine technologische Lösung dafür? In diesem Fall kann Ihnen Technologietransfer aus Hochschulen oder Forschungseinrichtungen weiterhelfen.

In diesem Kapitel finden Sie Informationen zu den folgenden Themen:

Was ist Technologietransfer?

Mit dem Begriff Technologietransfer wird die Zusammenarbeit zwischen Technologieinhaberinnen und -inhabern (z.B. Forschungseinrichtungen) und Unternehmen bezeichnet. Ziel des Technologietransfers ist es, neue Technologien für Produktion und Wertschöpfung zu nutzen und so einen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung zu leisten.

In der Regel funktioniert der Technologietransfer in zwei Richtungen:

  • Jemand hat eine Idee (z.B. für ein neues Produkt, ein neues Verfahren oder eine neue Dienstleistung) und benötigt eine technologische Lösung (Technologienehmer).
  • Jemand hat eine technologische Lösung entwickelt, für die er eine Anwendung sucht (Technologiegeber).

Technologietransfer kann auch zwischen Unternehmen erfolgen (z.B. im Wege der Lizenznahme); im Zusammenhang mit staatlichen Fördermaßnahmen ist jedoch vor allem der Technologietransfer aus der Wissenschaft (Forschungseinrichtungen, Hochschulen) in Unternehmen gemeint.

Welchen Beitrag können neue Technologien für Produktion und Wertschöpfung leisten?

Durch neue Technologien können Sie beispielsweise Ihre Produktionsabläufe verbessern. Wenn Sie in derselben Zeit mehr produzieren können als Ihre Konkurrenz, haben Sie damit einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Auch Ihre Produkte können durch neue Technologien verbessert werden (z.B. in der Anwenderfreundlichkeit, in der Haltbarkeit, in der Erscheinungsform). Wenn Ihr Produkt gegenüber den Produkten Ihrer Konkurrenten Vorteile für die Anwenderinnen und Anwender hat und vielleicht in Produkttests besser abschneidet, werden mehr Kundinnen und Kunden auf Ihr Produkt zurückgreifen.

Dasselbe gilt auch für Dienstleistungen. Auch sie müssen sich durch immer neue Angebote und Weiterentwicklungen von der Konkurrenz unterscheiden. Nicht immer wird dazu gleich eine völlig neue Dienstleistung benötigt. Wenn Sie es schaffen, mithilfe neuer Technologien die gleiche Dienstleistung im Vergleich zu anderen billiger anzubieten oder sie für die Kundschaft unkomplizierter zu machen, kann das genauso effizient sein wie eine völlige Neuentwicklung.

Welche Möglichkeiten haben Unternehmen, am Technologietransfer aus Forschungseinrichtungen/Hochschulen teilzunehmen?

Sie können

  • mit Forschungseinrichtungen kooperieren, die in Ihrem Auftrag oder mit Ihnen gemeinsam nach neuen technologischen Lösungen suchen.
  • qualifizierte Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen oder Institutsmitarbeitende einstellen, die neuestes technologisches Know-how in Ihr Unternehmen einbringen.
  • an Verbundprojekten teilnehmen, in denen mehrere Unternehmen und Forschungseinrichtungen/Hochschulen zusammenarbeiten, um gemeinsam Lösungen zu technologischen Problemstellungen zu erarbeiten und verwertbares Know-how zu schaffen.

Wie unterstützt Baden-Württemberg den Technologietransfer?

Damit der Technologietransfer zustande kommt, müssen Geber- und Nehmerseite von Technologien in Kontakt gebracht werden. Dieser Kontakt wird durch spezielle Anlauf- und Vermittlungsstellen erleichtert und gegebenenfalls auch begleitet. Zu nennen sind insbesondere die Innovationsberatungen bei den regionalen Kammern und einigen Wirtschaftsorganisationen, aber auch die Technologieberatungsstellen an den Hochschulen des Landes. Sie bieten Beratungsleistungen rund um das Thema "Innovation/Technologie" an.

Technologietransfer wird in Baden-Württemberg auch in finanzieller Hinsicht unterstützt: Über Förderprogramme des Bundes und des Landes.

Programme des Bundes:

Programme des Landes:

Für Fragen des europäischen Technologietransfers und zur Forschungsförderung durch die EU wenden Sie sich an das Steinbeis-Europa-Zentrum.

Weitere Technologieförderungsmaßnahmen in Baden-Württemberg finden Sie im Kapitel "Fördermaßnahmen und finanzielle Hilfen".

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Forscherin mit weißer Kopfbedeckung und Schutzmaske betrachtet eine Platine (Foto: Robert Bosch GmbH)
 
 

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Freigabevermerk

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen Stellen. Das Finanz-und Wirtschaftsministerium hat ihn am 23.07.2012 freigegeben.